Mit wenig Verständnis reagiert Greenpeace auf
die Jubelmeldungen über die Einigung auf langfristige
CO2-Reduktionsziele der EU. Die EU-Umweltminister haben heute eine
gemeinsame Position zum UN-Klimagipfel festgelegt. Danach soll
das langfristige Reduktionsziel für den CO2-Ausstoß der EU bei 80
bis 95 Prozent gegenüber 1990 liegen. "Nur durch sofortiges Handeln
können die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindert
werden. Die EU-Umweltminister verschieben den Klimaschutz auf
unbestimmte Zeit in die Zukunft und auf die kommenden Generationen -
frei nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn", kritisiert
Greenpeace Sprecher Niklas Schinerl.
Die Atmosphäre ist durch den ständig steigenden CO2-Ausstoß in den
letzten Jahrzehnten schwer belastet. Durch die lange Verweildauer von
CO2 in der Atmosphäre braucht es rasche Handlungen, um den
Klimawandel zu verhindern. So muss, laut Schätzungen des
Weltklimarats IPCC, der Zenit des globalen CO2-Ausstoßes bereits in
den nächsten fünf Jahren erreicht sein und anschließend auf nahezu
Null sinken, um die globale Erwärmung unter zwei Grad Celsius zu
halten.
Die Blockadesituation, zu der es bei den internationalen
Verhandlungen rund um ein globales Klimaschutzabkommen gekommen ist,
kann nur durch eine ausreichende Finanzierung von
Klimaschutzmaßnahmen durch die Industriestaaten durchbrochen werden.
An eben diesen Finanzierungsfragen ist der
EU-Finanzministerrat aber bereits gescheitert.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen