Mittwoch, 17. September 2008

Schutz der Ozonschicht bedeutend für den Klimawandel

Wien - Der am 16. September begangene Internationale Tag zum
Schutz der Ozonschicht ist für Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für
Umwelt und Globale Entwicklung, Anlass, auf die vielfältige Bedrohung
durch den Klimawandel hinzuweisen. "Wir müssen uns bewusst sein", so
Bayr, "dass ein Zusammenspiel vielfältiger Phänomene die Wirkung des
Klimawandels verstärken und diesen unumkehrbar machen können - es
gilt also rechtzeitig das Eintreten solcher Kippschaltereffekte zu
verhindern!" ****
Die sogenannten Kippschaltereffekte werden im Zwischenbericht des
Umweltausschusses des Europäischen Parlaments zum Klimawandel, der im
April dieses Jahres veröffentlicht wurde, besonders erwähnt und
erläutert: dabei handelt es sich um Phänomene wie das Auftauen von
Dauerfrostböden, z. B. in der sibirischen Tundra, wodurch das dort
eingefrorene Methan plötzlich und in großen Mengen freigesetzt und
damit den Klimawandel stark vorantreiben würde. "Das Wesentliche an
diesen Kippschaltereffekten ist, dass sie den Klimawandel vermutlich
unumkehrbar machen würden", so Bayr besorgt, "und da wir mit heutigen
Kenntnissen dagegen nicht viel ausrichten könnten, ist es um so
wichtiger und wirklich dringend, jetzt zu handeln und den Klimawandel
wenigstens soweit einzubremsen, dass wir nicht an den Punkt der
Unumkehrbarkeit kommen", so Bayr.
Auch das Abschmelzen der Gletscher und der großen Eisgebiete an den
beiden Polen sind eine große Gefahr und stellen so einen
Kippschaltereffekt dar. "Der Schutz der Ozonschicht und damit unserer
Polareisregionen ist also von immenser Bedeutung und muss in unserer
Klimapolitik einen vorrangigen Stellenwert haben.